Chronik

1925 – 1934

Im Jahre 1925 wurde in Altenberg eine Freiwillige Feuerwehr gegründet, nachdem bereits die Nachbarorte Oberasbach und Zirndorf, auf eine Reihe von ansehnlichen Jahren ihrer Gründung zurückblicken konnten.
Die, nach den gesetzlichen Bestimmungen, feuerwehrpflichtigen Männer von Altenberg, waren bis zu diesem Zeitpunkt bei Übungen der FF Oberasbach unterstellt.

Die vorhandene Feuerwehrspritze befand sich in einem derartig traurigen Zustand, dass sie bei allen in den Jahren 1920 – 1925 abgehaltenen Proben und Übungen einfach versagte. Dieser nicht mehr wegzuleugnende Zustand veranlasste den Gemeinderat, auf Anordnung von Kreisbranddirektor Jäkel, eine neue Handdruckspritze anzuschaffen. So wurde im Frühjahr 1925 von den Bürgern Altenbergs im Schulgarten am „Granschen Weg“ ein Gerätehaus errichtet.

Diese eingetretene Verbesserung im Feuerlöschwesen, veranlasste Herrn Hauptlehrer Distler an die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr Altenberg zu denken.
Durch den Ortsführer von Altenberg Herrn Steinbauer wurden dann die Männer von Altenberg zu einer Versammlung am 14.Juli 1925 im Gasthaus Lässig ( heute Grundstück Sport Reisser ) eingeladen und eine Vorbesprechung durchgeführt. Bei dieser Versammlung erklärten sich sofort 25 Männer durch ihre Unterschrift bereit, an dieser freiwilligen Sache, sprich „Freiwillige Feuerwehr Altenberg“ mitzuarbeiten.

Somit erfolgte am 13. August 1925 die Gründungsversammlung, an welcher 58 Männer aus dem Ortsteil Altenberg teilnahmen und sich bereit erklärten, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Altenberg zu werden.

Es wurde gleichzeitig eine Vorstandschaft gewählt, die sich wie folgt zusammensetzte:
1.Vorsitzender – Georg Steinbauer
1.Kommandant – Martin Gumpert – Adjutant Hans Schmidt
Schriftführer – Hans Distler
Kassier – Georg Elkar
Zeugwart – Kilian Voit
1.Steigerzugführer – Konrad Scharrer
Spritzenzugführer – Georg Ammon
Ordnungszugführer – Hans Bauer jun.

Die Zusammenarbeit der Wehren Zirndorf und Altenberg wurde im gegenseitigen Vertrauen gutgeheissen.

Zum ersten Einsatz waren die Männer im Oktober 1926 in Bronnamberg.

Am 5. Mai 1927 fand die erste Besichtigung durch den damaligen Kreisbrandinspektor Dennemark statt, bei der eine große Schauübung und Nachtübung durchgeführt wurde. Die Beteiligung an dieser war sehr groß, 37 Männer der Freiwilligen Feuerwehr und 20 Männer der Pflichtfeuerwehr nahmen daran teil.

Am 13. Januar 1930 brach in der Scheune des Bürgermeisters Hans Bauer in Altenberg ein Feuer aus und griff ebenfalls auf das Anwesen Wiegel / Kern über. Bei diesem Löscheinsatz waren ebenfalls die Wehren der BF Nürnberg – FF Zirndorf – FF Oberasbach – FF Rehdorf – FF Wintersdorf/Leichendorf und der FF Fürth anwesend. Zur Brandwache wurde die Motorpumpe der FF Rehdorf ausgeliehen, weil die Handdruckspritze für den Einsatz nicht ausreichte, da eine Wasserförderung über eine lange Schlauchstrecke erforderlich war. Deshalb wurde am 15. Februar 1930 der Antrag an den Gemeinderat gestellt, dass die Anschaffung einer Motorspritze dringend erforderlich ist. Der Gemeinderat hatte erklärt einen Betrag von 500,00 RM bereitzustellen, durch Haussammlungen und Zuschüssen der Bezirkskasse kamen 409,00 RM zusammen. Von der Firma Ludwig in Bayreuth wurde dann eine neue TS 6/6 zum Preis von 3.900,00 RM bestellt. Die Übergabe erfolgte am 01.Juni 1930 anläßlich einer Schauübung.

Im Mai 1933 übernimmt der Adjutant Konrad Scharrer das Kommando, nachdem der 1. Kommandant Martin Gumpert aus der Wehr ausgetreten war. Sein Stellvertreter wurde Georg Kern.

Durch die Anschaffung der neuen Motorspritze musste das bestehende Gerätehaus in Holzbauweise zur Unterstellung der Handdruckspritze erweitert werden. Der Anbau wurde gleichzeitig als Losbude bei Kirchweihen verwendet, zur Abdeckung der noch vorhandenen Schulden durch den Kauf der Motorspritze.

1935 – 1944

Im Jahr 1936 wurden die drei Wehren Oberasbach-Altenberg-Unterasbach/Kreutles zusammengelegt und in Abteilungen eingeteilt:

Abteilung 1 Oberasbach
Abteilung 2 Altenberg
Abteilung 3 Unterasbach/Kreutles

Als Kommandant der Gemeindefeuerwehr wurde Georg Rohr jun. aus Oberasbach berufen.

1937 wurden die Feuerwehren in die Polizei-Exekutive übernommen und in Löschzüge eingeteilt.

Bis 1. April 1938 war Konrad Scharrer Brandmeister und Zugführer.

sein Nachfolger wurde Georg Kern, der dieses Amt bis 6. Januar 1960 inne hatte und die Wehr durch sämtliche Einsätze während des Krieges bei den Luftangriffen auf Altenberg, Nürnberg und Fürth führte.

1945 – 1954

Am 5. Juli 1947 wurde die Wehr nach den alten Grundsätzen und Satzungen vor dem Jahre 1933 und nach demokratischem Stil wiederaufgebaut.

Am 10. September 1950 wurde das 25 jährige Jubiläum gefeiert.

Im Jahre 1953 wurde das Kreisbauamt von der Gemeinde beauftragt, für die Errichtung eines neuen Gerätehauses die Pläne zu erstellen, nach den Wünschen der FF Altenberg. Jedoch verging eine lange Zeit, bis es so weit war.

1955 – 1964

Am 9. August 1959 konnte das neue Gerätehaus endlich eingeweiht werden.
Der Neubau wurde nicht nach den Vorstellung der Wehr errichtet, sondern nach der Vorstellung des Gemeinderates und für gut empfunden, was mit der Zeit dazu führte, das dass Gerätehaus zu klein wurde und nicht mehr den damaligen Anforderungen entsprach.

Am 5. August 1962 erfolgte die Übergabe eines VW-Transporters durch den damaligen 1. Bürgermeister Hans Reif, welcher zum Teil von den Altenberger Bauern mitfinanziert wurde.

1965 – 1974

Das 1959 neu gebaute Gerätehaus mußte dann 1972 bereits wieder umgebaut werden, um die Einstellung eines zweiten Fahrzeuges zu ermöglichen.
So wurde vom Gemeinderat beschlossen, in Altenberg ein neues Gerätehaus zu errichten.

Der personelle Anstieg führte daraufhin zurück, das ab dem Jahre 1972 bis zu 24 Ersatzdienstleistende bei der Wehr aufgenommen wurden um ihren Bundeswehrersatz auf 10 Jahre zu leisten. Diese intensive Ausbildung übernahm der 1975 neugewählte 1. Kommandant Hans Scharrer, der dieses Amt bis zum 28. Mai 1988 inne hatte.

Am 6. Mai 1972 übergab der damalige 1. Bürgermeister Hans Raab das erste Staffelfahrzeug, einen Ford Transit der FF Altenberg.

1975 – 1984

Am 20. September 1975 wurde das 50 jährige Jubiläum mit einer großen Schauübung im Anwesen Meyer Schloßgasse 4 gefeiert.

Am 11. Mai 1979 erhielt die FF Altenberg den zweiten Ford Transit, um damit alle Geräte gemeinsam an den Einsatzort bringen zu können.

1985 – 1994

Am 27. Juli 1985 zusammen mit dem alljährlichen Grillfest wurde das 60 jährige Bestehen der FF Altenberg gefeiert. Als Gäste erschienen Landrat Dr. Sommerschuh, 1. Bürgermeister Güllering, Kreisbrandrat Rosa mit seinen Kreisbrandmeistern, eine Abordnung der FF Zirndorf und den Gemeindefeuerwehren.

Bereits 1983 waren die Pläne und der Zuschuss für das neue Feuerwehrgeräthaus von der Regierung genehmigt, aber erst 1986 wurde mit dem Bau begonnen, jedoch mit anderen Bauplänen. Die Schlüsselübergabe für das neue Feuerwehrgerätehaus an der Kurt-Schumacher-Str. erfolgte am 16. Mai 1987.

Im Mai 1988 übernahmen Heinz Pflaum und Peter Betz für den aus Altersgründen ausscheidenden 1. Kommandanten Hans Scharrer, dessen Amt und führte die Wehr bis zum 31.12.1989.

Am 1. Januar 1990 wurde Günter Lehl zum 1. Kommandanten und Herbert Beck zum Stellvertreter der FF Altenberg gewählt.

Da der Nachwuchs bei der Wehr fehlte, entschloß man sich am 10. Januar 1992 eine Jugendgruppe der FF Altenberg zu gründen. Durch die ausgezeichnete Arbeit des ernannten Jugendwartes Heinz Schmidt, konnten somit bis 1996 acht Jugendliche als aktive Feuerwehrmänner und Frauen übernommen werden. Weitere fünf Jugendliche stehen als Feuerwehranwärter zur Verfügung.

Mit dem 24.Januar 1993 wurde ebenfalls eine neue Ära in der Geschichte der FF Altenberg eingeläutet. An diesem Tag wurde die erste Feuerwehrfrau in der Gemeinde Oberasbach in den aktiven Dienst aufgenommen.

1995 – 2004

Nachdem sich der 1972 angeschaffte Ford Transit sich immer mehr den Autofriedhof näherte und nicht mehr den Feuerwehrtechnischen Anforderungen eines Stadtteiles mit ca. 8500 Einwohnern mithalten konnte, entschloss sich die Stadt Oberasbach auf anraten des Bayerischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz zum Kauf eines neuen Löschgruppenfahrzeuges der Marke Mercedes Benz mit Aufbau der Firma Metz genannt LF 8/6.
Am 08. September 1996 war es dann endlich soweit, dass neue Feuerwehrfahrzeug wurde im Beisein vieler Prominenz eingeweiht. Allen aktiven Feuerwehrkammeraden viel ein Stein vom Herzen – endlich hatten wir zur Brandbekämpfung 600 Liter Wasser zum Schnellangriff dabei. Den geistlichen Segen übernahm Pfarrer Herrman Spies aus Kreutles und Pfarrer Rudi Zimmer aus Altenberg.

Ebenfalls im September 1996 wurden die beiden Kommandanten Günter Lehl und Herbert Beck für weitere sechs Jahre in Ihrem Amt bestätigt.

Vom 13. bis 14.Mai 2000 wurde das 75-jährige Vereinsjubiläum gefeiert.

Am 26.10.2001 wurde in Veitsbronn die Kreisjugendfeuerwehr gegründet. Die Jugendgruppe der FF Altenberg ist eine von neun Gründungsmitgliedern.

Vom 2.08. bis 04.08.2002 wurde anläßlich des 10-jährigen Bestehens der Jugendgruppe der Landkreisjugendfeuerwehrtag im „Hans Reif Sportzentrum“ mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehren aus Oberasbach und Rehdorf abgehalten.

Unser Ehrenkommandant Hans Scharrer wurde am 25.10.2003 für 60 Jahre Mitgliedschaft bei der FF Altenberg geehrt.

2005 – 2014

Im Oktober 2005 wurde im Rahmen eines Weinfestes das 80jährige Gründungsjubiläum gefeiert.

Mit Friedrich Kunstmann, Gerhard Geisselseder und Herbert Beck erstmalig drei Beisitzer in die Vorstandschaft gewählt.

Heinz Schmidt legte zum 30.06.2006 sein Amt als Jugendwart nieder. Als Nachfolger wurde Gerhard Geisselseder ernannt. m

Im Rahmen eines „Bunten Abends“ im Oktober 2006 wurden Christoph Köppendörfer für 60 Jahre und Heinz Bieringer für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Altenberg geehrt.

Am 28. September 2007 wurde Günter Lehl und Herbert Beck in Ihre vierte Amtszeit als Kommandanten gewählt.

Ebenfalls erhielten wir am 28. September 2007 unser neues Mehrzweckfahrzeug. Einen Mercedes Sprinter, welcher Platz für eine achtköpfige Besatzung bietet.

In der Jahreshauptversammlung am 23.Januar 2009 fanden komplette Neuwahlen der Vorstandschaft statt, um den 3-Jahres Rhythmus für alle Vorstandsmitglieder einheitlich beizubehalten.

Nach dem Rücktritt der Kommandanten Günter Lehl und Herbert Beck zum 31.05.2013, treten zum 01.06.2013 die neugewählten Kommandanten Mario Tümpner und Stefan Hessel ihr neues Amt an.

Des weiteren wurde Günter Lehl nach fast 24 Jahren erster Kommandant der Feuerwehr Altenberg zum Ehrenkommandanten ernannt.

2015 – heute

Gerhard Geisselseder legte sein Amt als Jugendwart zum 31.05.2015 nieder.
Als Nachfolger tritt Heinz Schmidt das Amt des Jugendwartes an.

Im September 2015 wurde mit dem Umbau des Gerätehauses begonnen. Neben der energetischen Sanierung wurden auch Räume vergrößert, Duschen und ein Büro angebaut. Am 18.06.2016 wurde dann das „neue“ Gerätehaus im Rahmen der alljährlichen Grillfestes eingeweiht.

Zum 31.10.2016 legte Kommandant Mario Tümpner sowie sein Stellvertreter Stefan Hessel ihr Amt als Kommandanten nieder. Stefan Hessel  wurde von der 1.Bürgermeisterin Birgit Huber als kommisarischer Kommandant bis zur Wahl bestellt.

Am 24.11.16 fanden die Neuwahlen der Kommandanten im Rahmen einer Dienstversammlung statt. Gewählt wurden Stefan Hessel zum 1.Kommandanten und Nico Fontana zu seinem Stellvertreter. Nach der Bestätigung durch den Stadtrat konnten sie am 01.01.2017 ihr Amt aufnehmen.

Aktualisierung erfolgt nach Bedarf!

 

Oberasbach, den 26.07.2018